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Jahr 2017
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Die Arbeit läuft Dir nicht davon,
wenn Du Deinem Kind
den Regenbogen zeigst.

Aber der Regenbogen wartet nicht,
bis Du mit der Arbeit
fertig bist !




Was eine Kinderseele
aus jedem Blick verspricht!
So reich ist doch an Hoffnung
ein ganzer Frühling nicht.

                                        Heinrich Hoffmann von Fallersleben






                                         DESIDERATA

Geh gelassen Deinen Weg / im Lärm und in der Hektik dieser
Zeit, / und erinnere Dich an den Frieden, / der in der Stille
wohnt.
Suche nach einer guten Beziehung / zu allen Menschen, /
soweit es Dir möglich ist, / ohne Dich selbst aufzugeben.
Sprich Deine Wahrheit / ruhig und klar aus, / und höre auf
alle, / auch auf die Langweiligen und Unwissenden, / denn
auch sie haben ihre Geschichte.
Geh lauten und aggressiven Menschen aus dem Weg, /
denn sie sind ein Ärgernis für den Geist.
Vergleiche Dich nicht mit anderen; / das macht Dich nur ein-
gebildet oder bitter. / Es wird immer Menschen geben, die
größer oder geringer sind als Du. Freue Dich an dem, /
was Du erreicht hast genauso / wie an
dem, was Du planst! Arbeite an Deiner Entwicklung, /
so bescheiden sie auch sein mag; / das ist ein wirklicher Besitz /
in den Wechselfällen des Glücks.
Sei vorsichtig in Geschäften, / denn die Welt ist voller Fallen. /
Werde aber nicht blind dafür, / dass es menschliche Größe in der Welt gibt. /
Nicht wenige Menschen folgen hohen Idealen, / und wo Du nur hinsiehst,
findest Du Heroisches. Sei Du selbst! / Vor allem täusche keine Zuneigung vor! /
Geh nicht zynisch mit der Liebe um! / Trotz aller Ernüchterung und aller Dürreperioden, /
die es auch in ihr gibt, / kommt sie immer wieder wie das Gras auf dem Feld.
Nimm ruhig den Rat an, den Dich die Jahre lehren, / und
lass mit Würde von den Dingen der Jugend.
Nähre die Kraft Deines Verstandes; / er schützt Dich, wenn
Dich plötzliches Unglück heimsucht.
Lass Dich nicht von dunklen Einbildungen beherrschen. /
Viele Sorgen und Ängste sind nur da, / weil Du müde und
einsam bist.
Übe vernünftige Selbstdisziplin, / aber sei dabei gut zu Dir! Denk daran: /
Du bist ein Kind des Universums, / nicht weniger als es die Bäume und die Sterne sind. /
Du hast ein Recht, da zu sein. / Ob Du es nun verstehst oder nicht: / Das
Universum folgt ohne jeden Zweifel dem Gesetz, / das sein
Schöpfer hineingelegt hat. Lebe daher in Frieden mit Gott, / was immer Du unter ihm
verstehst. / Bewahre den Frieden der Seele, / welche Projekte
und Sehnsüchte Dich / im lauten Durcheinander Deines Lebens
/ auch immer bedrängen!
Trotz allen Schwindels, aller Plackerei / und aller zerbrochener
Träume: / Die Erde ist noch immer wunderschön!
Sei heiter! / Und gib alles, / um glücklich zu sein.



                                                Der kleine Tag

Es war einmal ein kleiner Tag. Er lebte mit seinen Eltern und Geschwistern dort, wo alle Tage leben, bevor sie auf die Erde kommen, und wo sie auch nachher bleiben, wenn die Nächte sie wieder von der Erde verscheucht haben. Kein Mensch weiß, wo dieser Ort ist, denn wer könnte schon sagen, wo die Tage bleiben, wenn sie ihren Dienst erfüllt haben? Jeder von ihnen kommt nur ein einziges Mal auf die Erde. Ein Tag ist einmalig. Und so ist es natürlich der Höhepunkt im Leben eines Tages, wenn er auf die Welt zu den Menschen kommt. Unser kleiner Tag, von dem hier die Rede ist, war voller Aufregung und Freude, wenn er an den so wichtigen Zeitpunkt seiner Erdenreise dachte. Aber er mußte noch lange warten, denn er würde der 22. November eines ganz bestimmten Jahres sein, und es war erst September im Jahr davor. Vordrängeln konnte er sich nicht, denn die Reihenfolge, in der die Tage die Welt betreten, ist streng festgelegt. So konnte der kleine Tag nur von seinem zukünftigen Erdengang träumen, und mit staunenden Augen hörte er zu, wenn seine Verwandten von ihrem Besuch auf der Erde erzählten. Sein Vater war ein sehr berühmter und gefürchteter Tag gewesen, an dem sich ein grauenhaftes Erdbeben ereignet hatte, das die Menschen noch Jahrzehnte später nicht vergessen konnten. "Die ganze Welt zitterte", erzählte sein Vater stolz, "und ich bin in allen Geschichtsbüchern erwähnt." Seine Mutter wurde von den anderen Tagen ebenfalls sehr respektvoll behandelt. Als sie Tag war, hatten zwei Völker nach einem langen Krieg endlich Frieden geschlossen. Immer wieder wollte der kleine Tag hören, wie sich damals die Menschen lachend und weinend vor Freude umarmten und wie schön dieser Tag gewesen sei. Ein Onkel war sehr stolz darauf, daß er die erste Landung eines Raumschiffes auf einem fernen Planeten gebracht hatte, und seine Großmutter konnte gar nicht genug von der Hochzeit eines Königspaares erzählen, die mit großer Pracht gefeiert wurde, als sie Tag war. Jeden Abend, wenn ein Tag von der Erde zurückkam, mußte er genau berichten, was sich während seiner Amtszeit ereignet hatte. Voller Begeisterung hörte der kleine Tag Erzählungen von ruhmreichen Taten, Erfindungen und großen Festen, aber auch von Schneekatastrophen, Dürre- und Hungerzeiten, von Flugzeugabstürzen, Explosionen und Gewalttaten. "Es ist ganz wichtig", sagte sein Vater eines Tages, "daß etwas Ungewöhnliches passiert, wenn Du auf der Erde bist, damit man sich an dich erinnert. Sonst ist dein ganzes Leben sinnlos. Dabei kommt es gar nicht darauf an, ob es etwas Gutes oder Böses geschieht. Hauptsache, du hinterläßt einen bleibenden Eindruck auf die Menschen." "Wenn ich einmal auf der Erde bin," dachte der kleine Tag, "dann wird sicherlich etwas ganz, ganz Großes geschehen, etwas, was es noch nie gegeben hat. Nicht nur ein kümmerliches Erdbeben oder die Hochzeit eines Königspaares. Nein, 100 Könige sollen gleichzeitig heiraten, alle Völker der Erde sollen Frieden schließen und versprechen, niemals wieder Krieg zu führen. Es wird ein gewaltiges Feuerwerk geben, weil die Menschen alle Waffen in die Luft sprengen werden. Auf jedem Stern im Weltall landet ein Raumschiff, eine riesige Flutwelle überschwemmt die Hälfte der Erde, und, und ,und..." So träumte der Kleine Tag unaufhörlich, und es fiel ihm immer schwerer, seinen großen Auftritt abzuwarten. Schließlich, nach scheinbar endlosen Monaten und Wochen des Wartens, war der große Augenblick gekommen. Es war stockfinster, als der Vater den kleinen Tag rief: "Es ist soweit. In einer halben Stunde beginnt der 22. November. Gleich bist Du ein Tag auf der Erde!" Sein Vater begleitete ihn noch ein Stück, damit er den richtigen Weg fand, und dann war es soweit! Schrittweise zog sich die Nacht vor dem kleinen Tag zurück, bis sie ganz verschwunden war. Der kleine Tag jubelte: "Jetzt regiere ich die Welt!" Aber schon bald erlebte er die erste Enttäuschung. Die strahlend goldene Sonne. von der sein Vetter im Juli so geschwärmt hatte, war nirgends zu sehen. Grauer Nebel verhüllte die frühen Morgenstunden. Alles sah trübe und dunstig aus, feucht und kalt. Der kleine Tag wollte sich aber nichts daraus machen, es gab doch soviel Neues, Fremdes und Aufregendes zu sehen. In allen Städten wälzten sich Tausende von Menschen durch die Straßen zu ihrer Arbeitsstelle. Autokolonnen, Busse, Züge, Bahnen - alles drängte, schob und wimmelte. Der kleine Tag mußte lachen: Es sah zu lustig aus, wie sie da unten alle in verschiedenen Richtungen durcheinanderkrabbelten. Er betrachtete die Menschen genauer. Nein, freundlich sahen sie nicht aus! Die meisten hasteten mürrisch und lustlos durch die Straßen, hatten die Mantelkragen hochgeschlagen und sahen grimmig geradeaus oder zum Boden. Niemand schien den kleinen Tag zu beachten. "Hallo, hier bin ich!" rief er. "Ich bin heute euer Tag! Freut ihr euch nicht, mich zu sehen?" Aber die Menschen freuten sich nicht. "Was für ein lausiger Tag", sagte ein Mann zu seinem Arbeitskollegen. "Dieser widerliche Nieselregen geht mir ganz schön auf die Nerven." "Ja, abscheulich", bestätigte der andere. "Meine Frau bekommt sicher wieder die Grippe bei diesem Wetter. Wenn doch bloß die Sonne ein wenig scheinen würde!" Ja, die Sonne! Wo war sie? Der kleine Tag konnte sie nirgendwo entdecken. "Bitte, liebe Sonne", rief er, "komm doch hervor und mache die Welt an meinem Tag etwas schöner, damit die Menschen nicht alle so grimmig sind." "Das kann ich nicht", sagte die Sonne, die von einer graufetten Regenwolke verdeckt wurde. "Ich habe nicht mehr die Kraft dazu.
Komm im Frühling oder besser noch im Sommer wieder, dann will ich so scheinen, daß deine Augen geblendet werden. Aber im November bin ich dazu zu schwach." Der kleine Tag war ganz verzweifelt. "Aber ich bin doch nur heute!" rief er. "Ich kann doch nicht wiederkommen. Nie kann ich wiederkommen. Im Frühling und im Sommer sind die anderen dran. Bitte, liebe Sonne, schein doch wenigstens ein ganz kleines bißchen!" Die Sonne hatte Mitleid mit ihm. Mit aller Kraft preßte sie ein paar dünne Strahlen hervor. Der kleine Tag hatte so etwas noch nie gesehen. Er sah verzückt und verzaubert, wie die Sonnenstrahlen auf einen Waldweg fielen und sich das Licht in den Regentropfen spiegelte. "Hurra!" rief der kleine Tag, "freut ihr euch jetzt, daß ich hier bin?" Doch die Sonne hatte zu kurz geschienen. Kaum ein Mensch in der Stadt hatte die wenigen Sonnenstrahlen bemerkt, und jetzt war es wieder so grau wie zuvor. Allerdings regnete es nicht mehr, und der Nebel hatte sich aufgelöst. "Immerhin etwas", tröstete sich der kleine Tag. Aber ein wenig traurig war er trotzdem noch. Doch was war das? Auf einem Schulhof stand ein Junge mit einem funkelnagelneuen Fahrrad, umringt von seinen Klassenkameraden. "Woher hast Du denn das tolle Rad?" fragte einer von ihnen. "Na, wißt ihr denn nicht, was heute für ein Tag ist? Heute ist doch der 22. November, und das ist mein Geburtstagsgeschenk!" Der kleine Tag jauchzte. Endlich freute sich jemand über ihn. "Für diesen Jungen bin ich der Höhepunkt des ganzen Jahres", dachte der kleine Tag glücklich. Mit neuem Eifer schaute er sich auf der Welt um. Er sah das Meer! Die Wellen klatschten gegen die Felsen am Strand, und die Gischt sprühte schäumend auf. Es war ein wundervolles Schauspiel, von dem sich der kleine Tag kaum losreißen konnte. Sein Blick streifte über die Berge. Ein Bergsteiger mühte sich keuchend, einen schneebedeckten Gipfel zu bezwingen. Als er oben angekommen war, lachte er und genoß den weiten Blick ins Tal. Der kleine Tag freute sich mit ihm. Er sah viele Städte, und verwundert schaute er den Menschen zu. Offenbar hatten die meisten nicht viel Freude an ihrer Arbeit. Männer mit stumpfen Gesichtern betätigten Hebel, Knöpfe und Schalter. Sie stellten Gegenstände her, deren Sinn und Zweck der kleine Tag nicht verstand. In einer großen Halle standen lange Schlangen wartender Menschen. Sicher gab es dort etwas Besonderes! Aber nein: Wenn die Menschen schließlich einen Schalter erreicht hatten, hinter dem ein streng blickender Mann saß, mußten sie viele Kreuze in kleine Kästchen auf Papierbögen machen und auch noch Geld dafür bezahlen. Der kleine Tag wunderte sich. In einem Park saß ein Mann auf einer Bank und schrieb. Als er fertig war, sah er sich zufrieden lächelnd um. Er hatte bestimmt etwas schönes geschrieben. Der kleine Tag freute sich. In einem Fenster stand ein Musiker und pfiff fröhlich eine kleine neukomponierte Melodie vor sich hin. Der kleine Tag hätte am liebsten mitgepfiffen. Der Nachmittag brachte ihm neue Erfahrungen: Spielende Kinder, Leute beim Spazierengehen, Menschen, die sich zum gemütlichen Kaffeetrinken zusammenfanden. Er sah einen jungen Mann an einer Haustür klingeln und ein hübsches Mädchen herauskommen. Die beiden faßten sich an den Händen und gingen in einen Park. Auf der Brücke über einen kleinen Bach blieb der junge Mann stehen und sah dem Mädchen in die Augen. "Ich hab' dich lieb!" sagte er und gab ihr einen Kuß. Dem kleinen Tag wurde ganz heiß vor Freude. Das war sicher das allerschönste Erlebnis für ihn hier auf der Erde. Als die Dämmerung kam und der kleine Tag seine Aufgabe erfüllt hatte, eilte er aufgeregt nach Hause. Alle Tage hatten sich schon versammelt und erwarteten gespannt seinen Bericht. "Na, wie war's?" fragte ihn sein Vater, "bist Du ein guter Tag gewesen?" "Oh ja!" rief der kleine Tag, und alle seine Erlebnisse sprudelten wie ein Wasserfall aus ihm heraus. "...und dann haben sie sich geküßt!" rief er am Schluß seines Berichts ganz atemlos und sah sich erwartungsvoll in der Runde um. Sein Vater machte nur eine wegwerfende Handbewegung: "Na ja, das kennen wir ja alle, aber nun erzähl mal die interessanten Dinge. Was hat sich denn nun wirklich ereignet?" Der kleine Tag starrte ihn fassungslos an. "Aber..." stammelte er, "das ist alles. Das ist doch viel, oder?" In den hinteren Reihen begannen einige ältere Tage zu lachen. Schließlich lachten sie alle, die ganze Gesellschaft, bis der kleine Tag in einer riesigen Woge von Gelächter zu ertrinken drohte. "Was?" rief sein Vater aufgebracht, "es muß doch wenigstens etwas passiert sein! Ein Schiffsunglück vielleicht? Oder eine Flugzeugentführung? Wenigstens ein Banküberfall?" Der kleine Tag schüttelte den Kopf. Einsam und traurig stand er mitten in dem Gelächter. Sein schöner Tag! Und sie fanden ihn langweilig und alltäglich - nichts Außergewöhnliches war passiert war geschehen. Er hätte vor Scham versinken mögen. "Nicht mal ein..." begann sein Vater noch einmal, aber er fragte nicht weiter. Der kleine Tag tat ihm leid. "Ein Nichts bist du!" schrie der Onkel, der die Raumschifflandung auf dem fernen Planeten erlebt hatte, "ein Nichts! Schon morgen hat man dich auf der Erde vergessen! Kein Buch wird dich erwähnen, kein Mensch wird sich an Dich erinnern! Geburtstag! Sonne! Liebe! Daß ich nicht lache!" Ist Liebe denn nichts ungewöhnliches, Schönes? wollte der kleine Tag fragen - aber er traute sich nicht mehr. Er fürchtete die Hänseleien und den Spott der anderen. "Komm mit und ruh' dich aus", sagte der Vater und zog ihn fort. "Und ihr acht euch nicht über meinen Sohn lustig!" rief er giftig den versammelten Tagen zu. Die Mutter versuchte ihn zu trösten: "Sei nicht traurig. Du bist ein guter Tag gewesen und hast sehr schöne Dinge auf der Erde gesehen. Weißt du, es kommt gar nicht darauf an, daß möglichst viele Menschen sich an einen Tag erinnern. Wenn Du nur ganz wenigen eine Freude geschenkt hast, dann hat sich dein Erdendasein schon sehr gelohnt." Aber der kleine Tag war nicht zu trösten. In den kommenden Tagen und Wochen wurde er überall belacht und verspottet. Er nahm auch nicht mehr an den abendlichen Versammlungen teil. Er wollte nicht hören, was die anderen Tage zu berichten hatten. Einsam saß er in seiner Ecke und machte sich bittere Vorwürfe. Dabei war es doch gar nicht seine Schuld. Eines Abends jedoch, viele einsame Tage, Monate später, riefen ihn seine Eltern: "Denk dir, einer deiner Neffen kam gerade von der Erde zurück und hat berichtet, daß heute ein Beschluß gefaßt wurde, den 22. November zum internationalen Feiertag zu erklären. Und weißt du, warum? Weil an deinem 22. November, als du auf der Erde warst, nichts Böses geschehen ist, kein Verbrechen verübt wurde, nirgendwo auf der Erde Kämpfe waren. Eben darum, weil nicht Ungutes passiert ist, soll von nun an jedes Jahr an deinem Tag das Fest des Friedens gefeiert werden. Heute stand es auf der Erde in allen Zeitungen. Ja, wir wußten doch immer, daß Du etwas taugst!" Der kleine Tag sagte gar nichts. Er strahlte.      
                                                                                                         von Wolfram Eicke



" Wir spielen mit dunklen Kräften, die wir mit unseren Namen nicht erfassen können, wie Kinder mit dem Feuer spielen,und es scheint einen Augenblick, als hätte alle Energie bisher in den Dingen gelegen, bis wir kamen, um sie auf unser flüchtiges Leben und seine Bedürfnisse anzuwenden. Aber immer und immer wieder in Jahrtausenden schütteln die Kräfte ihre Namen ab und erheben sich, wie ein unterdrückter Stand, gegen ihre kleinen Herren, ja nicht einmal gegen sie -, sie stehen einfach auf, und die Kulturen fallen von den Schultern der Erde, die wieder groß ist und weit und allein mit ihren Meeren, Bäumen und Sternen."
                               
                                                                                         Rainer Maria Rilke
 




                                                 Die Kirche der Liebe

- Sie hat keine Struktur, nur Verstehen/Verständnis.
- Sie hat keine Mitgliedschaft, außer denen, die wissen, dass sie dazugehören.
- Sie hat keine Rivalen. weil sie nicht sich durchzusetzen trachtet.
- Sie hat keinen (Macht)-Anspruch (Ehrgeiz), sondern sucht nur zu dienen.
- Sie kennt keine Grenzen, denn Nationalismen sind lieblos.
- Sie besitzt nichts eigenes, weil sie alle Gruppen und Religionen bereichern will.
- Sie erkennt alle großen Lehrer aller Zeiten an, welche Zeugnis von der Wahrheit der                     Liebe gegeben haben.
- Diejenigen, die teilnehmen, praktizieren die Wahrheit der Liebe; in allem, was sie sind.
- Keine Lebensweise oder Nationalität ist ein Hemmnis. Diejenigen, die drin sind, wissen es.
- Sie versucht nicht zu lehren/predigen, sondern nur zu sein und durch dieses Sein zu bereichern.
- Sie erkennt, dass in der Art wie wir sind, die anderen um uns auch sein mögen, weil wir von         dieser Art sind.
- Sie sieht die ganze Erde als ein Wesen, von dem wir ein Teil sind.
- Sie weiß, dass die Zeit der großen Wende gekommen ist, der letzten alchemistischen                Umwandlung des Egos zur freiwilligen Rückkehr in die Ganzheit
- Sie verkündet sich nicht mit lauter Stimme sondern in den stillen Bereichen der Liebe
- Sie grüßt ehrerbietig all die Wegbereiter der Vergangenheit, die dafür ihren Preis bezahlt haben.
- Sie lässt keine Hierarchie oder Struktur zu, denn niemand ist größer als ein anderer.
- Ihre Mitglieder werden einander an ihren Taten und an ihrem Sein erkennen und an ihren Augen und an keinem weiteren äußeren Merkmal als an dem der brüderlichen Umarmung.
- Jede und jeder von ihnen werden ihr Leben in der stillen Liebe an die Nächsten, die Umwelt und  die Erde widmen, während sie ihrer Aufgabe (Tagewerk) nachgehen, wie bedeutend und gering sie auch sein möge.
- Für sie ist der große Plan vorrangig, der nur verwirklicht werden kann, wenn die Menschheit in allem, was sie tut, der Liebe Vorrang gibt.
- Sie verspricht keine Belohnung; weder hier noch in der nächsten Welt außer der  unverlöschenden Freude des Seins und des Liebens.
- Jede und jeder sollen danach trachten, das Verstehen untereinander voranzutreiben, im Verborgenen Gutes zu tun und nur durch das Beispiel zu lehren.
- Sie werden ihre Nächsten, ihre Gemeinde und unsere Erde heilen.
- Sie werden keine Furcht und keine Schande (Scham) kennen und ihr Zeugnis wird sich gegen alle Widerstände verbreiten.
- Sie hat kein Geheimnis, kein Arkanum., keine Einweihung, außer dem wahren Verständnis der Kraft der Liebe und dass - wenn wir es wollen - die Welt sich verändern kann, aber nur, wenn wir erst uns selbst ändern.
Alle, die sich zugehörig fühlen, gehören dazu; sie gehören zur
Kirche der Liebe!

                                                          Von Barbara Swetina aus Findhorn/Schottland    


                                                      Die Einladung

Es interessiert mich nicht, womit du deinen Lebensunterhalt verdienst.
Ich möchte wissen, wonach du innerlich schreist
und ob du zu träumen wagst, der Sehnsucht deines Herzens zu begegnen.
Es interessiert mich nicht, wie alt du bist.
Ich will wissen, ob du es riskierst, wie ein Narr auszusehen,
um deiner Liebe willen, um deiner Träume willen
und für das Abenteuer des Lebendigseins. Es interessiert mich nicht,
welche Planeten im Quadrat zu Deinem Mond stehen.
Ich will wissen, ob du den tiefsten Punkt deines eigenen Leids
berührt hast,
ob du geöffnet worden bist von all dem Verrat,
oder ob du zusammengezogen und verschlossen bist aus Angst vor
weiterer Qual.
Ich will wissen, ob du mit dem Schmerz dasitzen kannst,
ohne zu versuchen ihn zu verbergen oder zu mindern oder ihn zu
beseitigen.
Ich will wissen, ob du mit Freude dasitzen kannst,
ob du mit Wildheit tanzen und dich von der Ekstase erfüllen lassen
kannst,
von den Fingerspitzen bis zu den Zehenspitzen,
ohne dich zur Vorsicht zu gemahnen, zur Vernunft
und ohne die Grenzen des Menschseins zu bedenken.

Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die du erzählst, wahr
ist.
Ich will wissen, ob du jemand enttäuschen kannst, um dir selbst treu
zu sein.
Ob du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht deine eigene
Seele verrätst.
Ich will wissen, ob du vertrauensvoll sein kannst und von daher
vertrauenswürdig.
Ich will wissen, ob du mit dem Scheitern leben kannst
und trotzdem am Rande des Sees stehen bleibst
und zu dem Silber des Mondes rufst: "Ja!" Es interessiert mich nicht zu erfahren,
wo du lebst und wie viel Geld du hast.
Ich will wissen, ob du in der Mitte des Feuers stehen wirst
und nicht zurückschreckst. Es interessiert mich nicht,
wo oder was oder mit wem du gelernt hast.
Ich will wissen, was dich von innen hält, wenn sonst alles wegfällt.

                                                                                    Oriah Mountain Dreamer






                                      Die wirklich wichtigen Dinge im Leben

Wenn die Dinge in deinem Leben immer schwieriger werden, wenn 24 Stunden am Tag nicht genug sind, erinnere dich an den "Blumentopf und das Bier". Ein Professor stand vor seiner Philosophie-Klasse und hatte einige Gegenstände vor sich. Als der Unterricht begann, nahm er wortlos einen sehr grossen Blumentopf und begann diesen mit Golfbällen zu füllen. Er fragte die Studenten, ob der Topf nun voll sei. Sie bejahten es.
Dann nahm der Professor ein Behältnis mit Kieselsteinen und schüttete diese In den Topf. Er bewegte den Topf sachte und die Kieselsteine rollten in die Leerräume zwischen den Golfbällen. Dann fragte er die Studenten wiederum, ob der Topf nun voll sei. Sie stimmten zu.
Der Professor nahm als nächstes eine Dose mit Sand und schüttete diesen in den Topf. Natürlich füllte der Sand den kleinsten verbliebenen Freiraum. Er fragte wiederum, ob der Topf nun voll sei.

Die Studenten antworteten einstimmig "ja".
Der Professor holte zwei Dosen Bier unter dem Tisch hervor und schüttete. Den ganzen Inhalt in den Topf und füllte somit den letzten Raum zwischen den Sandkörnern aus. Die Studenten lachten.
"Nun", sagte der Professor, als das Lachen langsam nachliess, "Ich möchte, dass Sie diesen Topf als die Repräsentation Ihres Lebens ansehen. Die Golfbälle sind die wichtigen Dinge in Ihrem Leben: Ihre Familie, Ihre Kinder, Ihre Gesundheit, Ihre Freunde, die bevorzugten, ja leidenschaftlichen Aspekte Ihres Lebens, welche, falls in Ihrem Leben
alles verloren ginge und nur noch diese verbleiben würden, Ihr Leben trotzdem noch erfüllend wäre." Die Kieselsteine symbolisieren die anderen Dinge im Leben wie Ihre Arbeit, Ihr Haus, Ihr Auto. Der Sand ist alles andere, die Kleinigkeiten. Falls Sie Den Sand zuerst in den Topf geben", fuhr der Professor fort, "hat es weder Platz für die Kieselsteine noch für die Golfbälle. Dasselbe gilt für Ihr Leben. Wenn Sie all Ihre Zeit und Energie in Kleinigkeiten investieren, werden Sie nie Platz haben für die wichtigen Dinge. Achten Sie auf die Dinge, welche Ihr Glück gefährden. Spielen Sie mit den Kindern. Nehmen Sie sich Zeit für eine medizinische Untersuchung. Führen Sie Ihren Partner zum Essen aus. Es wird immer noch Zeit bleiben um das Haus zu reinigen oder Pflichten zu erledigen." Achten Sie zuerst auf die Golfbälle, die Dinge, die wirklich wichtig sind. Setzen Sie Ihre Prioritäten. Der Rest ist nur Sand." Einer der Studenten erhob die Hand und wollte wissen, was denn das Bier repräsentieren soll. Der Professor schmunzelte: "Ich bin froh, dass Sie das fragen. Es ist dafür da, Ihnen zu zeigen, dass, egal wie schwierig Ihr Leben auch sein mag, es immer noch Platz hat für ein oder zwei Bierchen."
                                                                                               Verfasser unbekannt





                                        Die Welt in Ordnung bringen 

Ein kleiner Junge kam zu seinem Vater und wollte mit ihm spielen. Der aber hatte keine Zeit für den Jungen und auch keine Lust zum Spiel. Also überlegte er, womit er den Knaben beschäftigen könnte. Er fand in einer Zeitschrift eine komplizierte und detailreiche Abbildung der Erde. Dieses Bild riss er aus und zerschnipselte es dann in viele kleine Teile. Das gab er dem Jungen und dachte, dass dieser nun mit diesem schwierigen Puzzle wohl eine ganze Zeit beschäftigt sei. Der Junge zog sich in eine Ecke zurück und begann mit dem Puzzle. Nach wenigen Minuten kam er zum Vater und zeigte ihm das fertig zusammengesetzte Bild. Der Vater konnte es kaum glauben und fragte seinen Sohn, wie er das geschafft habe. Das Kind sagte: "Ach, auf der Rückseite war ein Mensch abgebildet. Den habe ich richtig zusammengesetzt. Und als der Mensch in Ordnung war, war es auch die Welt."
                                                                                       
                                                                                                 Verfasser unbekannt


Die große Herausforderung des Lebens
liegt darin, die Grenzen in Dir selbst
zu überwinden und so weit zu gehen,
wie Du Dir niemals hättest
träumen lassen.

                              Paul Gaugin




"Es ist die Pflicht jedermanns,
der eine Lehre als wahr, wichtig und
hilfreich erkannt hat, sein Möglichstes
zu tun, um sie zu verbreiten."

                                  Herbert Spencer



"Willst Du glücklich sein im Leben,
  trage bei zu andrer Glück,
  denn die Freude die wir geben,
  kehrt ins eigne Herz zurück."  
                                             Altdeutsch

"Die nur da sind,
  sich mit Dir zu freuen,
  die, mein Freund
  sind nicht die wahrhaft Treuen.

  Kein Verlust wenn sie dich
  schließlich meiden.

  Treu sind, die im Elend
  mit Dir leiden."
                                       Alexander Hoyer


"Wer nicht von dreitausend Jahren sich
  weiß Rechenschaft zu geben, bleibt im
  Dunkeln unerfahren, mag von Tag zu
  Tage leben."
                                       Johann Wolfgang von Goethe


"Wir sind die informierteste und
  gleichzeitig ahnungsloseste Gesellschaft,
  die je existiert hat."
                                       Peter Turrini


"Seit unserer frühesten Jugend sind wir daran
  gewöhnt, verfälschte Berichte zu hören, und
  unser Geist ist seit Jahrhunderten so sehr
  von Vorurteilen durchtränkt, daß er diese
  phantastischen Lügen wie einen Schatz hütet -
  so daß uns schließlich die Wahrheit
  unglaubwürdig und die Fälschung als
  wahr erscheint."
                                       Sanchuniathon, vor 4000 Jahren


"Das schlimmste an der Wahrheit ist, daß,
  wer sie sucht , sie auch findet."
                                      
                                       Alte Volksweise


"Was immer auf Erden besteht,
  besteht durch Ehre und Treue.
  Wer heute die alte Pflicht verrät,
  verrät morgen die neue."
                                        
                                      Adalbert Stifter


"Die Natur ist vollkommen,
  sie kann nicht verbessert werden.
  Wer sie verändern will, wird sie zerstören.
  Wer sie besitzen will, wird sie verlieren."
                                         
                                      Konfuzius




"Es ist schwieriger, eine vorgefaßte
  Meinung zu zertrümmern, als ein
  Atom. 
                                          Albert Einstein


"Es gehört oft mehr Mut dazu,
  seine Meinung zu ändern,
  als ihr treu zu bleiben"

                                         Friedrich Hebbel


"Die Menschen gehen auf ihrem Planeten
  im Kreis wie in einem Käfig, weil sie
  verlernt haben, daß man in den
  Himmel sehen kann."     
                                          Jonesco





"Im Leben lernt der Mensch
  zuerst gehen und sprechen.
  Später lernt er dann
  stillzusitzen
  und den Mund zu halten.
                                         
                                             M. Pagnol


"Das Heil unserer Welt
  besteht nicht in neuen
  Maßnahmen, sondern in
  neuen Gesinnungen."
                                           Albert Schweitzer


"Wenn die Eiche gefällt wird,
  dröhnt der Wald von ihrem Fall,
  aber ein unbemerkter Windhauch
  sät in aller Stille Hunderte von Eicheln."
                                           
                                           Thomas Carlyle 
 

"Geduld ist das Schwerste und das Einzige,
  was zu lernen sich lohnt. Alle Natur, alles
  Wachstum, aller Friede, alles Gedeihen und
  Schöne in der Welt beruht auf Geduld, braucht
  Zeit, braucht
Stille, braucht Vertrauen."
                            
                                                                                                            Hermann Hesse


"Wer Gott aufgibt, löscht die Sonne aus,
  um mit einer Laterne weiterzuwandeln."

                                             Christian Morgenstern


"Zu den wertvollsten aller Gaben zählt,
  sich Zeit zu nehmen und zu haben.....
  und zum Kostbarsten seit Menschengedenken,
  jemand diese Zeit zu schenken."
 
                                              Oskar Stock


"Zu den Steinen hat mal einer gesagt: 
  Seid menschlich. Die Steine haben
  gesagt: Wir sind noch nicht hart genug."

                                              Erich Fried


"Man ist immer glücklich, wenn man
  Kräfte in sich selbst findet, die man
  sich selbst nicht zutraut."

                                              Johann Zimmer




"Die Kröte kroch mit großem
  Schnaufen, bedächtig auf den
  Maulwurfshaufen und sah sich
  um, vor Stolz geschwellt:
  Ach, wie groß ist doch die
  weite Welt".
                                            Heinrich Seidel






Auch aus Steinen,
die einem in den Weg gelegt werden,
kann man Schönes bauen.

                                          Johann Wolfgang von Goethe


Jedes Ding hat drei Seiten,

Eine, die Du siehst,

Eine, die ich sehe

und Eine, die wir beide nicht sehen.


                                           Chinesisches Sprichwort



"Der Mensch ist ein zielstrebiges Wesen,
  aber meistens strebt es zu viel und
  zielt zu wenig."

                                              Günter Radtke





                                                  Trotzdem 

Die Leute sind unvernünftig unlogisch und selbstbezogen. Liebe sie trotzdem.

Wenn Du Gutes tust, werden Sie Dir egoistische Motive  und Hintergedanken vorwerfen. Tue trotzdem Gutes.  

Wenn Du erfolgreich bist, gewinnst Du falsche Freunde und echte Feinde. Sei trotzdem erfolgreich.

Das Gute, das Du tust, wird morgen vergessen sein. Tue trotzdem Gutes. 

Ehrlichkeit und Offenheit machen Dich verwundbar. Sei trotzdem ehrlich und offen. 

Was Du in jahrelanger Arbeit aufgebaut hast, kann über Nacht zerstört werden. Baue trotzdem. 

Deine Hilfe wird wirklich gebraucht, aber die Leute greifen Dich vielleicht an, wenn Du Ihnen hilfst. Hilf ihnen trotzdem.

Gib der Welt Dein Bestes, und sie schlagen Dir die Zähne aus. Gib der Welt trotzdem Dein Bestes.  

                                              (Schild im Kinderheim Shishu Bhavan, Kalkutta)