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"Das Interesse der Kaufleute aller Branchen in Handel und
Gewerbe weicht....stets vom öffentlichen ab, gelegentlich
steht es ihm auch entgegen. Kaufleute sind immer daran
interessiert, den Markt zu erweitern und den Wettbewerb
einzuschränken. .....Jedem Vorschlag zu einem neuen Gesetz
oder einer neuen Regelung über den Handel, der von ihnen
kommt, sollte man immer mit großer Vorsicht begegnen. Man
sollte ihn auch niemals übernehmen, ohne ihn gründlich und
sorgfältig, ja sogar misstrauisch und argwöhnisch geprüft zu
haben, denn er stammt von einer Gruppe von Menschen, deren
Interesse niemals dem öffentlichen Wohl genau entspricht und
die in der Regel viel mehr daran interessiert sind, die
Allgemeinheit zu täuschen, ja sogar zu missbrauchen."

                                         Adam Smith 1723-1790
                                            Ökonom und Philosoph

Begründeter Verdacht auf kausalen Zusammenhang zwischen Baum- bzw. Waldschäden
und chronischer Hochfrequenzbelastung
Ab 2005 waren anlässlich von Hausbesuchen bei erkrankten Anwohnern von Mobilfunksendeanlagen
Baumschäden aufgefallen, die auf einen möglichen kausalen Zusammenhang zwischen
hochfrequenten elektromagnetischen Feldern und Baumschäden hinwiesen. Einseitig beginnende
Kronenschäden auf der Seite, die einer Sendeanlage zugewandt war, sowie deutliche Unterschiede
zwischen exponierten und abgeschirmten Bäumen der gleichen Art in unmittelbarer Nachbarschaft
machten nachdenklich.
Am 02.08.06 zeigte Dr.-Ing. Dipl.-Phys. Volker Schorpp auf einem Fachgespräch des Bundesamt
für Strahlenschutz in Oberschleißheim/Neuherberg Indizien für einen ursächlichen Zusammenhang
zwischen Baum- bzw. Waldschäden und chronischen Hochfrequenzbelastungen (Mobilfunk, Radar,
Richtfunk, terr. Rundfunk und Fernsehen):
http://www.puls-schlag.org/dr-volker-schorpp.htm
http://www.emf-forschungsprogramm.de/veranstaltungen/protokoll_fallbeispiele_111206.html
Das Bundesamt für Strahlenschutz sah keine Notwendigkeit, dem Verdacht durch Untersuchungen
nachzugehen. Am 13.11.07 teilte Dr. A. Dehos, Bundesamt für Strahlenschutz, auf Nachfrage mit:
„Zu möglichen Auswirkungen hochfrequenter Felder auf Pflanzen gibt es von wissenschaftlicher
Seite bisher keine klaren Hinweise. Daher messe ich dieser Frage ebenfalls keine Priorität bei.“
Daher begann die Ärzteinitiative Bamberger Appell auffällige Baumschäden im Umkreis von
Mobilfunksendeanlagen und gesunde Bäume an funkarmen Standorten fotografisch festzuhalten.
Im Juni 2008 verdichtete sich der Verdacht, da eine große Zahl ungewöhnlicher Baumschäden – in
Bamberg, Hallstadt und an weiteren Orten - durch die bisher bekannten Einflussfaktoren nicht
plausibel erklärt werden konnten. Besonders beunruhigend war, dass diese Schäden selbst in
Entfernungen zwischen 400 m und 4 km beobachtet wurden. Daraufhin wurde der Verlauf dieser
Schadensfälle engmaschig dokumentiert bis zur Fällung oder bis 2017.
Die folgenden Beispiele stehen für eine große Zahl beobachteter und dokumentierter Bäume:
http://kompetenzinitiative.net/KIT/KIT/baeume-in-bamberg
http://kompetenzinitiative.net/KIT/KIT/baeume-in-hallstadt/
Neben den Baumschäden in Städten war die Entstehung von Lücken in Waldbeständen – auch im
Bergwald - aufgefallen. Daraufhin wurden in 12 Umgebungskarten des Bayerischen Landesamtes
für Vermessung und Geoinformation die Mobilfunkstandorte mit den Hauptstrahlrichtungen der
Sektorantennen eingetragen. Auf der EMF-Datenbank der Bundesnetzagentur sind Montagehöhe
und Hauptstrahlrichtungen der Sektorantennen abrufbar:
http://emf3.bundesnetzagentur.de/karte/Default.aspx
Der Vergleich dieser Karten mit Luftbildern im BayernAtlas zeigte, dass sich das Verteilungsmuster
der Waldschäden häufig mit dem Ausbreitungsmuster der Hochfrequenzimmissionen deckt.
Wegen der beobachteten Häufung von Baumschäden im Strahlungsfeld von Sendeanlagen wandte
sich die Ärzteinitiative Bamberger Appell in den folgenden Jahren wiederholt an Ministerien,
Fachbehörden, Universitäten und Politiker mit der Bitte, wissenschaftliche Untersuchungen zur
Überprüfung des Verdachtes zu veranlassen (CD).
Da im Verlauf des Jahres 2009 die Baumschäden im Umkreis vieler Mobilfunksendeanlagen
rasch zunahmen, wandte sich die Ärzteinitiative am 16.08.09 mit einem Schreiben an sämtliche
Bundestags- und Landtagsabgeordneten. Hallstadt wurde in dem Schreiben als Beispiel genannt:
1
„An einzelnen Stellen, wo aus verschiedenen Richtungen Hochfrequenzimmissionen
zusammentreffen, färbten sich Blätter bereits im Mai gelb und fielen (Beispiel Hallstadt)“.
Wir baten die Abgeordneten wegen des aus unserer Sicht dringenden Verdachtes auf Baumschäden
im Einflussbereich von Hochfrequenzsendern, sich für Untersuchungen zur Klärung des Verdachtes
einzusetzen. Als Anlage erhielten die Abgeordneten eine von uns erstellte Literaturliste.
In einem ergänzenden Schreiben vom 14.09.09 informierten wir die Abgeordneten über eine
unveröffentlichte Studie aus dem Jahr 1999. Am 27.09.09 richteten wir ein Schreiben an Forstämter,
Forstbehörden und Landratsämter.
Am 07.10.09 verfasste die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, bezugnehmend
auf diese drei Schreiben, eine kurze Stellungnahme für das StMELF. Die LWF bewertete darin
ausschließlich die Literaturliste, nicht die tatsächlich aufgetretenen Baumschäden:
“Die in den Bezugsschreiben zusammengestellten und zitierten jüngeren Studien liefern nach Einschätzung
der LWF keine zusätzlichen wissenschaftlichen Erkenntnisse für einen Zusammenhang
zwischen Hochfrequenzstrahlung und Baumschäden.”
Warum haben die Fachleute der LWF damals nicht die von uns in großer Zahl beobachteten und
dokumentierten Baumschäden vor Ort untersucht? Zahlreiche Bäume mussten inzwischen gefällt
werden. Warum haben die Fachleute der LWF dem StMELF nicht vorgeschlagen, eine epidemiologische
Studie zu veranlassen?
Im November 2010 erschien eine Literaturrecherche „Wirkungen elektromagnetischer Felder auf
Pflanzen“: http://kompetenzinitiative.net/KIT/KIT/mobilfunk-risiken-pflanzen-umwelt
elektromagnetische-felder/
Am 20.09.12 wandte sich die Ärzteinitiative erneut an Ministerpräsident Seehofer, weil die Baumschäden
im Strahlungsfeld von Mobilfunksendeanlagen in ganz Bayern mit großer Geschwindigkeit
zunahmen - selbst im Kurpark Bad Staffelstein, auf der Landesgartenschau in Bamberg und im
Bergwald.
http://www.aerzte-und-mobilfunk.eu/AUM/wpcontent/
uploads/2016/01/120920_an_Ministerpräsident_CSU-Fraktion.pdf
Im September 2013 wurden die Beobachtungen von C. Waldmann-Selsam und H. Eger in dem
Artikel „Baumschäden im Umkreis von Mobilfunksendeanlagen“ in umwelt medizin gesellschaft
beschrieben.
http://kompetenzinitiative.net/KIT/wp-content/uploads/2016/06/Baumsch%C3%A4den-im-
Umkreis-von-Mobilfunksendeanlagen.pdf
Im August 2016 wurde die Studie "Radiofrequency radiation injures trees around mobile phone
base stations“ in Science of the Total Environment veröffentlicht
https://www.researchgate.net/publication/306435017_Radiofrequency_radiation_injures_trees_arou
nd_mobile_phone_base_stations
Diese Studie über senderseitig beginnende Baumschäden in Bamberg und Hallstadt wurde von den
beiden spanischen Biologen Alfonso Balmori-de la Puente und Alfonso Balmori, dem Diplom-
Forstwirt Helmut Breunig und der Ärztin Cornelia Waldmann-Seslam durchgeführt.
Bei 60 ausgewählten, einseitig geschädigten Bäumen wurden jeweils auf der geschädigten, einem
Sender zugewandten und auf der ungeschädigten oder geringer geschädigten), senderabgewandten
Seite Hochfrequenzmessungen durchgeführt. Die Messwerte ergaben bei allen 60 Bäumen einen
erheblichen Unterschied zwischen der geschädigten und der ungeschädigten Seite.
An funkarmen Standorten - im Funkschatten von Gebäuden, Anhöhen oder anderen Bäumen -
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konnten in Bamberg und Hallstadt keine einseitig geschädigten Bäume gefunden werden. Bei 30
ausgewählten Bäumen an funkarmen Standorten wurden die Messungen daher jeweils auf zwei
gegenüberliegenden Seiten durchgeführt. Die Messwerte waren sehr niedrig und ergaben keine
Unterschiede zwischen den Seiten.
In der Gruppe von 30 zufällig ausgewählten Bäumen befanden sich 17 Bäume an funkarmen Standorten.
Diese 17 Bäume wiesen keine Kronenschäden auf. Die Messwerte auf jeweils zwei gegenüberliegenden
Seiten waren wiederum sehr niedrig und ergaben keine erheblichen Unterschiede
zwischen den Seiten - wie bei der Gruppe der 30 Bäume an funkarmen Standorten. Die restlichen
13 Bäume standen im Hochfrequenzfeld einer oder mehrerer Mobilfunksendeanlagen. Unter diesen
zeigten 6 Bäume einseitige Kronenschäden und 5 Bäume Schäden auf verschiedenen Seiten. Ein
Baum wuchs nicht mehr in die Höhe, ein Baum war bereits auf der Senderseite gestutzt worden.
Das Ergebnis der statistischen Auswertung unterstützt den Verdacht, dass Mobilfunkstrahlung
Bäume schädigt.
Der Ahorn am Berliner Ring (Nr. 3 in Studie) vom 04.06.15 zeigt beispielhaft das charakteristische,
einseitige Schadensbild.
Am 12.10.16 sandte ich die Studie an Ministerin Dr. B. Hendricks (BMUB), Staatsministerin Scharf
(StMUV) und Staatsminister Brunner (StMELF).
Am 02.11.16 antwortete Dr. E. Vogel, StMUV:
„Das Bayerische StMELF hat die neue Studie "Radiofrequency radiation injures trees around
mobile phone base stations“ durch Experten der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft
prüfen lassen. Die Studie liefert aus Sicht des StMELF keine statistisch belastbaren
neuen Erkenntnisse für einen Zusammenhang zwischen Baumschäden und hochfrequenten
elektromagnetischen Feldern.“
Die mehrmalige Bitte um Mitteilung der Gründe, die zu dieser Bewertung führten, beantwortete der
Präsident der LWF, O. Schmidt, nicht.
Im März 2017 erschien der Beobachtungsleitfaden „Baumschäden durch Mobilfunkstrahlung“ von
Diplom-Forstwirt Helmut Breunig:
http://kompetenzinitiative.net/KIT/KIT/beobachtungsleitfaden-baumschaeden-durchmobilfunkstrahlung/
Dennoch weigert sich das Bundesamt für Strahlenschutz weiterhin, den begründeten Verdacht
wissenschaftlich zu überprüfen.
3
Stellungnahme des Bundesamt für Strahlenschutz
Elektromagnetische Felder und die belebte Umwelt
Die aktuelle Stellungnahme des BfS vom 08.03.17 (Einleitung) und 03.04.17 (Abruf 10.06.18 )
enthält unzutreffende Aussagen.
http://www.bfs.de/DE/themen/emf/berichte/belebte-umwelt/belebte-umwelt_node.html
„Bei Pflanzen hat die Wissenschaft noch nicht abschließend geklärt, ob bestimmte Intensitäten und
Frequenzen elektrischer, magnetischer und elektromagnetischer Felder das Wachstum von Pflanzen
hemmen oder fördern können. Gravierende schädigende Wirkungen auf die Pflanzengesundheit
wurden aber bisher nicht beobachtet.
Berichte über Baumschäden im Umfeld von Mobilfunk-Basisstationen können ebenfalls nicht in
einen direkten ursächlichen Zusammenhang mit elektromagnetischen Feldern gebracht werden:
Im Umkreis vieler Basisstationen ist der Baumbestand völlig gesund, an anderen finden sich
geschädigte Bäume – das eine wie das andere lässt sich fotografisch dokumentieren.“
(Hervorhebungen von Waldmann-Selsam)
In Bamberg und Hallstadt wurden an jeder der 65 Mobilfunksendeanlagen gravierende Baumschäden
beobachtet und dokumentiert. Die gebündelte Abstrahlung in Haupt- und Nebenstrahlen
kann erklären, warum die Schäden nicht gleichmäßig verteilt sind.
Im Umkreis von über 600 Basisstationen wurden zwischen 2005 und 2018 Baumschäden festgestellt.
An keiner einzigen Basisstation war der Baumbestand völlig gesund.
Die Bitte um Nennung von drei Basisstationen in München ohne Baumschäden wurde von
Dr. B. Pophof, BfS, nicht beantwortet.
Weiter heißt es beim BfS: „Nur wenn sich solche Beobachtungen auffällig häufen und keine
andere plausible Erklärung vorliegt, sollte ein möglicher Zusammenhang mit elektromagnetischen
Feldern wissenschaftlich überprüft werden."
Derartige Beobachtungen häufen sich tatsächlich - von Garmisch-Partenkirchen bis Göttingen - und
für einseitig beginnende Baumschäden gibt es keine plausible Erklärung.
Die Angaben über vorliegende wissenschaftliche Literatur sind unvollständig (vergleiche Literaturangaben
bei Balmori, Cucurachi und Waldmann-Selsam).
Der Tagungsband des Internationalen Seminars „Effects of Electromagnetic Fields on our Living
Environment” im Okt. 1999, veranstaltet von WHO, ICNIRP und dem BfS in Ismaning, in welchem
eindringlich Forschung angemahnt wird, ist nicht aufgeführt.
Cucurachi et al. aus Leiden veröffentlichte im Jahr 2013 „A review of the ecological effects of
radiofrequency electromagnetic fields (RF-EMF). Die Wissenschaftler betonten, wie die WHO im
Jahr 1999, dass es angesichts der Bedeutung des Themas zu wenige Untersuchungen gibt. In der
kleinen Zahl der berücksichtigten, englischsprachigen Pflanzenstudien (16 Studien und 29 Experimente)
hatten 75% Effekte durch hochfrequente elektromagnetische Felder gefunden.
Die Autoren folgern, dass nicht beurteilt werden kann, ob die geltenden Grenzwerte Tiere und
Pflanzen ausreichend schützen.
Das BfS zitiert den Review von Cucurachi, nicht jedoch die Einschätzung der Wissenschaftler.
Die Gewichtung von Forschungsergebnissen und die Schlussfolgerung sind nicht nachvollziehbar.
Beispiel: Über die Jahresringanalyse (1959-1988) an 29 Stellen im Einflussbereich des Skrunda
Radarsenders von Balodis et al. (1996) gibt es nur einen einzigen Satz: „Um den litauischen Radarsender
in Skrunda wurde eine Verminderung des Dickenwachstums bei Kiefern beobachtet [4].”
Die signifikante Verminderung war 3 – 5 Jahre nach Inbetriebnahme des Radarsenders eingetreten.
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Die Untersuchungen von Selga et al. (1996) um den Skrunda Radarsender, die strahlungsbedingte
Zellfunktionsstörungen und unspezifische Stressreaktionen, die u.a. zu beschleunigter Harzproduktion
und beschleunigter Alterung der Kiefernbäume führten, werden gar nicht erwähnt.
Über die Studie von B. Götz, G. Käs und R. Matyssek (2001) mit drei 18-jährigen, zum Teil
abgeschirmten Bäumen (zwei Fichten, eine Rotbuche), die während drei Jahren jeweils nur von Mai
bis August einer Radarortungsanlage (Frequenz 9,4 GHz, Pulsfolgefrequenz 920 Hz, Pulsdauer 0,5
μs, Pulsleistung 30 kW) ausgesetzt waren, gibt es hingegen einen ganzen Absatz!
Obwohl das BfS selbst keine einzige wissenschaftliche Felduntersuchung im Umkreis von Mobilfunksendeanlagen
in Auftrag gegeben hatte und obwohl von der Ärzteinitiative in bayerischen
Wäldern (Bayerischen Wald, Frankenwald, Steigerwald, Rhön, Fichtelgebirge, Lkr. Garmisch-
Partenkirchen, Tegernseer Tal, Ruhpolding, Berchtesgadener Land) zahlreiche Indizien – nachprüfbar
in Luftbildern - für einen kausalen Zusammenhang zwischen Hochfrequenz-Immissionen und
Waldschäden festgestellt wurden, urteilte das BfS: „Unter den gegebenen Bedingungen stellen
elektromagnetische Felder kein offensichtliches Schädigungsrisiko für Waldbäume dar.“
Kannte das BfS die vom Wissenschaftsministerium in NRW geförderten Forschungsergebnisse von
Lerchl et al. über Schäden an Nadelbaumkeimlingen aus den Jahren 1999 bis 2001 nicht?
http://www.boomaantastingen.nl/EMF_and_conifers%5B1%5D.pdf
Am 05.02.01 hatte PD Dr. A. Lerchl, Geschäftsf. Institutsleiter, Institut für Zoologie II, Universität
Karlsruhe (TH), Forschungsberichte an Dr. Schmidt, Ref. 513, Ministerium für Schul- und
Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung, NRW, gesandt. In seinem Anschreiben heißt es:
„Wir sind einen großen Schritt vorangekommen und können nun mit einem hohen Maß an
Verläßlichkeit behaupten, dass die beobachteten Auswirkungen auf die Pflanzen nicht auf
thermischen Primäreffekten beruhen.
...Diese Daten sind absolut neu, und die Ergebnisse ausgesprochen spannend. Wir hoffen, dass
die nächste Phase bei 900 MHz die bisherigen Ergebnisse bei 383 MHz bestätigt.“
Als Anlagen erhielt das Ministerium den Entwurf eines Manuskripts „Harmful effects of exposure
to 383 MHz electromagnetic fields on conifer seedlings“ (das Abstract dieser Studie war auf der
BEMS-Tagung im Juni 2000 bereits vorgestellt worden) und einen Bericht über das zweite
Forschungsprojekt. http://stiftung-pandora.eu/tag/baumschaeden/
In den Laborstudien wurden je nach Frequenz, Feldstärke und Modulation wachstumshemmende
oder wachstumsfördernde Wirkungen beobachtet. Dies ist keine Widerspruch, wie das BfS meint.
Brauer et al. (1950) hatte bereits beschrieben, dass extrem schwache Feldstärken die Teilungsfrequenz
bei der Pferdebohne signifikant erhöhen und dass höhere Feldstärken die Teilungsfrequenz
senken.
BfS: „Das Fazit dieser wenigen, bislang nicht reproduzierten und wenig belastbaren Arbeiten ist,
dass es zwar möglich ist, dass Pflanzen auf elektromagnetische Felder im Bereich der Grenzwerte
physiologisch reagieren können, schädliche Effekte aber nicht zu erwarten sind.”
Es wäre die Aufgabe des BfS gewesen, parallel zum Aufbau des Mobilfunknetzes belastbare
wissenschaftlichen Untersuchungen durchführen zu lassen. Es ist fatal, dass dies unterlassen wurde.
Angesichts der tatsächlich in großer Zahl aufgetretenen und dokumentierten Baumschäden im Umkreis
von Mobilfunksendeanlagen ist die Aussage des BfS, dass schädliche Effekte aber nicht zu
erwarten seien, unhaltbar.
15. Juni 2018 Dr. med. Cornelia Waldmann-Selsam
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